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Das Erwerbsleben und die Familienformen haben sich mit der Weiterentwicklung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändert. Unsere erlernten Klischees von Familie und Beruf funktionieren nicht mehr. Inzwischen bedarf es individueller Lösungen für individuelle Herausforderungen im Erwerbs- und Familienleben jedes Einzelnen. Dabei lohnt ein Blick auf die systemischen Strukturen, die uns prägen.
Denn diesen Strukturen entspringen auch unsere Glaubenssätze, die uns antreiben, bestimmte Dinge zu tun, nicht zu tun, oder Dinge auf eine bestimmte Art und Weise zu tun. Sofern wir uns dadurch in ein Korsett gepresst fühlen oder inneren Widerstand fühlen, ist es sinnvoll, diesen „Antreibern“ entweder einen „Erlauber“ zu erteilen oder sie aufzulösen.
Systemische Strukturen begegnen uns nicht nur in unseren Ursprungs- und Patchworkfamilien, sondern auch in der KiTa, in der Schule, im Hort, in den Wohngemeinschaften der Ausbildungs- und Studentenzeit, im Berufsleben und in den neuen Lebensformen im Alter, wie z.B. den Mehrgenerationenhäusern oder in Senioren-WGs.
In diesen verschiedenen Systemen erfahren wir unsere Prägungen, bilden unsere Werte und bringen diese auch in das System wieder ein.
Sobald wir uns entschließen, neue Wege zu gehen und neue Lebensformen auszuprobieren, können wir die Stolpersteine unserer alten Systeme leichter umgehen, wenn wir einen intensiven Blick auf unsere ursprünglichen Systeme und Wurzeln werfen.
Das genetische Gedächtnis der letzten drei Generationen begleitet uns. In den Ahnenreihen finden wir spezifische Muster z.B. bei der Partnerwahl, der Arbeit, zu Erkrankungen. Die Muster der Ahnenreihe bleiben solange erhalten, bis ein Familienmitglied aus dem System ausbricht.

Die Aufstellungsarbeit eignet sich bei immer wiederkehrenden Situationen und Konflikten im Familien- oder Berufsleben. In einer Aufstellung werden Gefühle bewusst, die zuvor im Verborgenen gehalten wurden. Sie zeigt auf, wie es um die Beziehung zwischen zwei Personen, einem Team oder der Familie steht.